Zusätzlicher Sonderausgabenabzug bei der Riesterförderung.

Zusätzlicher Sonderausgabenabzug bei der Riesterförderung.

Versicherte müssen dem Finanzamt ab 2011 keine Bescheinigung in Papierform mehr vorlegen.

Die Riester-Förderung für die betriebliche Altersversorgung bei der VBL (Pflichtversicherung und freiwillige Versicherung) wird ab dem kommenden Jahr einfacher.

Grundlage dafür ist das am 01.01.2009 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung und Entbürokratisierung des Steuerverfahrens.

Die Riester-Förderung besteht aus Zulagen, die der Versicherung bei der VBL gutgeschrieben werden und einem zusätzlichen Sonderausgabenabzug (§ 10a Einkommensteuergesetz -EStG-), den die Versicherten im Rahmen ihrer Steuererklärung geltend machen können. Für den zusätzlichen Sonderausgabenabzug hat die VBL den Versicherten bisher jährlich eine Bescheinigung nach §10a EStG zugesendet, die diese im Rahmen ihrer Steuererklärung dem Finanzamt vorlegen konnten.

Dieses Verfahren ändert sich ab 2011 – also erstmals für die Steuererklärung für das Jahr 2010. Die für den zusätzlichen Sonderausgabenabzug benötigten Angaben wird die VBL künftig elektronisch an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) übermitteln. Diese leitet die Daten an das zuständige Finanzamt weiter. Das Finanzamt berücksichtigt den Sonderausgabenabzug dann automatisch bei der Einkommensteuerveranlagung.

Die Versicherten müssen dem Finanzamt ab 2011 daher keine Bescheinigung in Papierform mehr vorlegen. Alle Versicherten, die bereits die Zulagenförderung nutzen und die VBL zum Dauerzulageverfahren gemäß § 89 Abs. 1a EStG bevollmächtigt haben, werden von der VBL in einem Anschreiben im Dezember 2010 über das neue Verfahren informiert.