Gemeinschaft. Wie uns echtes Teamwork besser macht.

Die allermeisten Jobs auf der Welt würden ohne Teamwork nicht funktionieren. Nachhaltiger Erfolg entsteht, wenn viele Menschen gemeinsam Ziele verfolgen, sich gegenseitig unterstützen, zusammen durch stressige Phasen gehen – und als Gruppe Erfolge feiern. Aber wie gelingt das am besten? Darum geht es im dritten Teil unserer sechsteiligen Serie zum VBL-Geschäftsbericht „Gemeinschaft“.

Die Forschung weiß schon lange: Diese Art von Gemeinschaft hat tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Produktivität, seelische Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden. Wer sich als Teil eines Teams fühlt, ist leistungsfähiger. Zusammen mit anderen entstehen oft die besten Ideen.

Wie positiv sich Zusammenhalt im Job auswirkt, lässt sich belegen: Laut einer Studie von McKinsey zeigen Teams mit hoher sozialer Unterstützung eine um 25 Prozent höhere Produktivität.1 Ein starkes Gemeinschaftsgefühl führt zu höherer Motivation und gesteigertem Engagement. Denn Mitarbeitende, die sich wertgeschätzt und eingebunden fühlen, sind eher bereit, über ihre eigentlichen Aufgaben hinauszugehen, für andere in die Bresche zu springen oder überraschende, innovative Lösungen zu entwickeln.

 

Außerdem gilt: Wer sich bei der Arbeit sozial eingebunden fühlt, lebt gesünder. So sind Mitarbeitende durch ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl nicht nur motivierter, sondern haben auch ein erheblich niedrigeres Burn-out-Risiko: Durch ein höheres Inklusionsniveau kann dieses laut einer Studie der Boston Consulting Group von 2024 um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.2

In weniger gravierenden Fällen führen soziale Isolation und mangelnde Wertschätzung im Arbeitsleben zu Kündigungen – gerade bei jüngeren Arbeitnehmenden: Für mehr als ein Drittel (34 Prozent) der 25- bis 34-Jährigen in Deutschland wäre dies laut einer ZDF-Umfrage ein Grund, den aktuellen Job zu kündigen.3

„Es ist kein Selbstzweck, wenn Unternehmen und Institutionen in Firmenfeste oder teambildende Maßnahmen investieren“, sagt Felix Croissant, Leiter Personaladministration. „Denn für uns bei der VBL ist klar: Zufriedene Mitarbeitende sind bessere Mitarbeitende. Wie bei allen anderen Organisationen auch führen starke interne soziale Netzwerke auch bei der VBL zu höherer Produktivität und zu einer geringeren Fluktuationsrate.“

Umgekehrt drohen den Firmen hohe Rekrutierungskosten für neues Personal – und kontinuierlich der schmerzhafte Verlust von Wissen und Kompetenzen.

Eine funktionierende und wertschätzende Gemeinschaft ist jedoch nicht nur die essenzielle Grundlage dafür, dass wir gerne und gut arbeiten. Nicht selten ist sie auch selbst der Grund, weshalb wir arbeiten – oder einen ganz konkreten Job bei einem bestimmten Unternehmen machen.

Schließlich gibt es – abgesehen vom Broterwerb – viele soziale und psychologische Gründe, warum wir arbeiten: Arbeit gibt unserem Alltag Struktur, unserem Leben einen Sinn – und bietet uns soziale Interaktionen, die nicht nur für unser Wohlbefinden unerlässlich sind, sondern uns auch in privaten Krisensituationen auffangen können. „Der Gedanke der Gemeinschaft ist uns wichtig“, sagt Gregor Casal, Koordinator und Mitglied der Initiative Attraktiver Arbeitgeber. „Zusammen mit Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Bereichen arbeiten wir seit Jahren an Initiativen, die den Zusammenhalt stärken und das Zugehörigkeitsgefühl zu der VBL fördern.“

 

Download: VBL-Geschäftsbericht 2024, PDF, 5 MB

 

Quellen:

1 https://www.mckinsey.com/capabilities/people-and-organizational-performance/our-insights/the-boss-factor-making-the-world-a-better-place-through-workplacerelationships
2 Report „Four Keys to Boosting Inclusion and Beating Burnout“, 2024; https://www.bcg.com/press/11june2024-inklusion-reduziert-burnout-und-steigertproduktivitat
3 Repräsentative Umfrage unter 1.200 Teilnehmenden im Alter zwischen 25-34 Jahren, 2023; https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/umfrage-job-zufriedenheit-stress-kuendigung-100.html)